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Medien hautnah erleben - die BFSM in Berlin
20.03.2011 13:31 von Schülerinnen und Schülern
Nachdem sich der diesjährige BFSM-Jahrgang viele Monate lang mit allen möglichen Facetten der Medien auseinandergesetzt hatte, sollten diese auch in der Praxis erlebt werden.
Dafür fuhren wir vom 13. März bis zum 18. März in die Bundeshauptstadt Berlin, begleitet von Manfred Krieger, dem Bildungsgangkoordinator und Lehrer für Politik, Medienbetriebslehre und Medienrecht sowie Ulrich Clees, der uns in Deutsch/Kommunikation und Religion unterrichtet.
Beide Lehrer hatten ein umfangreiches Medienprogramm für uns vorbereitet, um uns somit möglichst viele Einblicke in die Medienwelt zu bieten. Einzelne Themenaspekte, z.B. die Mediaplanung oder Medientypologie wurden vorher gemeinsam im Unterricht erarbeitet.
Ausgerüstet mit sieben Videokameras und digitalen Aufnahmegeräten sollten wir die von uns besuchten Orte bildlich und akustisch festhalten, um mithilfe des Materials einen Imagefilm für das Fach "Audiovisuelle Medien (Film)" zu erstellen.
Untergebracht in Berlin-Schöneberg ging es für uns am ersten Tag in das ehemalige Stasi-Gefängnis nach Hohenschönhausen, wo uns der ehemalige Gefangene Herr Vázquez über das Gelände und durch die Gebäude führte. Eindrucksvoll und bewegend schilderte er uns seinen Aufenthalt in den Händen der Stasi, ständig gequält durch die zermürbenden Verhörmethoden und Haftbedingungen.
Am folgenden Tag ging es in das Museum für Kommunikation. Nahezu sämtliche Formen der Kommunikation, ob Posthörner, Telefone, Fahnen oder Anrufbeantworter werden hier präsentiert und bieten den Besuchern zudem viele Möglichkeiten zum selber Anfassen und Ausprobieren.
Das ganz in der Nähe liegende Film- und Fernsehmuseum am Potsdamer Platz konzentriert sich, wie der Name schon sagt, auf die Filmgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, die mittels Filmauschnitten, Interviews, Plakaten etc. erläutert wird.
Der nächste Tag hielt für uns einen Vortrag des Justiziars Burkard Schaffeld vom "Bund deutscher Zeitungsverleger" (BDVZ) bereit. Herr Schaffeld informierte uns zweieinhalb Stunden lang über die verschiedenen Facetten und Besonderheiten des Medienrechts und der Pressefreiheit in Deutschland, belegt an zahlreichen Beispielen aus seinem Berufsleben.
Eine große Offenheit zeigte der Axel Springer-Verlag, indem er uns an einer Redaktionssitzung der Tageszeitung "DIE WELT" teilnehmen ließ. Hautnah erlebten wir, wie eine Tageszeitung geplant wird und wächst.
Die anschließende Stippvisite im ARD-Hauptstadtstudio lieferte uns einen Einblick in den Fernsehalltag. Beide Programmpunkte bildeten den Höhepunkt der Woche.
Am letzten Tag ging es in den Berliner Reichstag, wo wir an einer Plenarsitzung teilnehmen sollten, die aufgrund der aktuellen, politischen Situation in Libyen leider entfiel. Ergänzt wurde der Ausflug durch ein Gespräch mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Norbert Röttgens (Herr Röttgen selbst war leider verhindert) über dessen Tätigkeit als Umweltminister.
Fünf Tage Berlin boten uns einen interessanten und vielseitigen Einblick in die Medienwelt. Unseren begleitenden Lehrern, Herrn Krieger und Herrn Clees, sei herzlich gedankt.