Preisträgerinnen 2011
Berufskolleg Rheinbach stellt vier bundesbeste Auszubildende
Bericht von Ursula Auf der Mauer
Die Auszubildenden des Staatlichen Berufskollegs Glas Keramik Gestaltung in Rheinbach sind die Besten der Besten. Gleich vier jahrgangsbeste Auszubildende im Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend 2010/11 im Bezirk der Handwerkskammer zu Köln sind am Berufskolleg Rheinbach ausgebildet worden:
Maria Wedekind im Fachbereich „Glasmalerei und Kunstverglasung“,
Pauline Drisner im Fachbereich „Kanten- und Flächenveredlung“,
Lena Bently im Fachbereich „Schliff und Gravur“ sowie
Lea-Carla Schulz-Divenow im Fachbereich „Glasbau und Kunstglaserei“.
„Wir freuen uns, dass unsere vier besten Auszubildenden auch den Wettbewerb im Handwerk auf Landesebene in Nordrhein-Westfalen gewonnen haben“, sagt Walter Dernbach, Direktor des Berufskollegs Rheinbach. Auch auf Bundesebene erreichten Lena Bently, Pauline Drisner und Lea-Carla Schulz-Divenow den Spitzenplatz in ihrem Beruf: Sie wurden erste Bundessiegerinnen. Maria Wedekind belegte den zweiten Platz auf Bundesebene.
„Die diesjährigen Erfolge auf Kammer-, Landes- und Bundesebene zeigen, dass am Berufskolleg Rheinbach auf hohem Niveau ausgebildet wird“, so Walter Dernbach.
Die Schülerinnen aus Rheinbach reichten in den Leistungswettbewerben Gesellenstücke ein, die sich durch ausgefallene Entwurfsideen und hohes handwerkliches Können in der Umsetzung auszeichnen. Alle Entwürfe sind besonders kreativ und kombinieren traditionelle mit modernen Techniken der Glasveredlung.
Die Entwürfe der vier Siegerinnen im Detail:
Lena Bentley
Grundlage der Arbeit ist eine zylindrisch geblasene Kristallglasvase. Die Form des Gefäßes wurde durch Schlifftechniken verändert. Auf der Vorderseite ist mit Tiefschnitt ein Totenkopf dargestellt, auf der gegenüber liegenden Seite sind sieben Verkleinerungslinsen ins Glas geschliffen, die an die „sieben Todsünden“ erinnern sollen. Wenn man durch diese hindurch schaut, erscheint der „Tod“ in weiter Ferne.
Maria Wedekind
Holzkasten mit Deckel, beleuchtet, 30 cm x 50 cm
Wird der Holzdeckel geöffnet, fällt der Blick in eine Welt von Elfen und Feen. Die luftige Malerei der kleinen Gestalten, die mit hoher Präzision ausgeführt wurde, verläuft über zwei übereinander liegende Glasscheiben. Eine dritte Scheibe ist mit einer Mehrtonätzung versehen, die vom Kastenboden aus beleuchtet wird. So wird die gesamte Arbeit in ein geheimnisvolles Licht getaucht. Ein Spiegel im Deckel des Holzkastens sorgt für große Tiefenwirkung.
Pauline Drisner
Die 5 gläsernen Ringe sind mit unterschiedlichen Schlifftechniken veredelt worden. Bunte Dallglaselemente wurden nach der Bearbeitung in die Ringe eingeklebt. So konnten die Ringe wie Kettenglieder zusammengefügt werden. Die saubere und materialgerechte Verarbeitung lässt das Objekt wie ein „Blow-up“ von gläsernem Schmuck wirken.
Lea-Carla Schulz Divenow
Bemerkenswert an dieser Arbeit sind die aufgeklebten Glasstäbe. Hierzu wurden aus rotem Überfangglas Kreise gesandstrahlt und beidseitig etwas 15 mm lange Glasstäbe aufgeklebt. Dadurch gewinnt diese Bleiverglasung an Dreidimensionalität. Die geschlagenen Glaskanten der Glasstäbe sorgen für auffällige Lichtreflexe.